Insekten – Korrektur: Spinnen

Vor einigen Wochen habe ich ein interessantes Foto einer Wolfsspinne mit leerem Eikokon und den Jungtieren auf dem Rücken aufgenommen. Bei der Aufnahme musste es schnell gehen, deshalb nicht die optimale Schärfe, ISO etc.  ;-).

10% Beschnitt, 100mm Makro

Kommentare

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ADMIN

Hallo Simone,

Du hast die Wolfspinne in einer sehr interessanten Phase erwischt. Sie dauert nur etwa 1-2 Tage, dann werden die Jungspinnen "entlassen".

Dieses Verhalten nennen Biologen Brutpflege. Hierzu habe ich gerade ein anderes Beispiel in die Galerie eingestellt, und zwar von der Fleckigen Brutwanze. Sie betreibt eine noch wesentlich ausgeprägtere Form der Brutpflege als die Wolfspinnen.

Die gesamte Thematik rund um die Prinzipien der Brutpflege ist sehr interessant. Sie stehen für eine recht weite Entwicklung innerhalb der Evolution von Tieren. Umso erstaunlicher ist, dass wir verschiedene und auch höchst raffinierte Brutpflegeverhalten bei Insekten und auch bei Spinnen finden.

Übrigens: Spinnen gehören nicht zu den Insekten, sondern  – zu den Spinnen :-). Spinnen stellen einen eigenen Stamm dar und befinden sich in der zoologischen Hierarchie somit auf der gleichen Stufe wie Insekten, existieren also neben ihnen und sind nicht Teil von ihnen.
Ein schnell zu erkennendes Unterscheidungsmerkmal: Insekten haben sechs Beine, Spinnen hingegen acht.
Auch interessant: Zecken haben acht Beine – und gehören damit zu den Spinnen.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Makronist

Hoppla, da ist mir ein Fehler unterlaufen. Standardmäßig habe ich in die Galerie "Insekten " eingetragen - peinlich. Könntest du das noch ändern?

Ich möchte mich gerne tiefer in die Zoologie einarbeiten. Bisher hole ich mir, wenn möglich, die Information aus dem Internet. Kannst du Bücher empfehlen, die einem bei der Bestimmung, Klassifizierung etc. weiterhelfen?

Liebe Grüße

Simone

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ADMIN

Hallo Simone,

mir war ziemlich klar, dass Dir dies irrtümlich unterlaufen ist.

Ich habe oben im Titel die Korrektur vorgenommen. Geht aber nur so, denn sonst ist das, was wir hier alles schreiben, für Leser nicht mehr nachvollziehbar.

Das mit dem Literatur- bzw. Büchertipp ist ´ne recht schwierige Sache. Will man etwas tiefer einsteigen, ist es bei Insekten (und auch bei Spinnen) sinnvoll, die Gruppen einzugrenzen. So gibt es beispielsweise gute Käfer- oder Heuschrecken-Bestimmungsbücher. Bei den Käfern geht´s noch weiter runter: Da kommt man beispielsweise bei der Bestimmung von Rüsselkäfern erst wirklich weiter, wenn man sich den Drei-Kilo-Schinken ausschließlich über Rüsselkäfer holt :-).

Wenn es also um die Bestimmung von Insekten allgemein geht, kann es nur recht oberflächlich bleiben. Hier ist Pareys Buch der Insekten v. Michael Chinery ganz gut, weil er verhältnismäßig viele Gruppen abdeckt und recht gute Zeichnungen hat.
Ab dann geht´s in die Tiefe. Und dann musst Du Dich erst mal entscheiden, in welche Tiefe: Käfer, Wanzen, Schmetterlinge, Schmetterlingseier, Netzflügler, Raubfliegen....................

Lieber Gruß,

Roland

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Makronist

Hallo Simone!

Ein tolles Foto! Ich finde das zeigt auch, das der Moment genauso wichtig oder sogar wichtiger ist als die Kameraeinstellungen. Dein Bild würde ich mir auf jeden Fall an die Wand hängen :)
Zum Thema Systematik: Roland hat es ja schon geschrieben, am einfachsten orientiert man sich erstmal an den Beinen:

  • (2 Beine = Primaten)
  • 4 Beine = Wirbeltiere
  • 6 Beine = Insekten
  • 8 Beine = Spinnentiere
  • 10-16 Beine = Krebstiere
  • darüber hinaus = Tausenfüßer (inkl. Hunderfüßer)

Interessanterweise folgt daraus, dass Asseln zu den Krebsen gehören.

Liebe Grüße

Tim

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