Usambaraveilchen ganz nah

Hallo Makrofreunde,

unser Usambaraveilchen auf der Fensterbank zeigt interessante Details und reizt auszuprobieren, was das Equipment zulässt. Bei diesem Foto waren es die Honigtropfen? auf dem Stempel.

Ich habe mein Weitwinkel EF-S 10-22 mit Retroadapter eingesetzt. Bringt bei APS-C eine Vergrößerung von ca. 6 : 1 bei 10 mm Brennweite. Erfordert einen guten Schlitten auf einem stabilen Stativ und eine sehr ruhige Hand beim manuellen fokussieren.

Feste Blende 14 mm - 3 x Stack - leicht beschnitten.

Hat jemand Erfahrungen mit ähnlichen Situationen und Techniken?

Gerhard


Anmerkung des Moderators:

Diese Diskussion ist unvollständig, da die Userin Ina um die Löschung ihres Accounts gebeten hat.

Kommentare

Profile picture for user Gerhard.

Hallo Ina,

die Struktur ist mir nicht klar genug, aber ich nehme an, dass ich bei der EOS 700D an die Grenze gekommen bin.

Denke daran, im Retrobetrieb, die Kontakte zu schützen. Ich hatte bei dieser Aufnahme nur ca. 4 mm Abstand und beim Einrichten kommt schnell Feuchtigkeit oder Schmutz an Kontakte oder Linse. Es gibt für diese Objektiv-Seite auch einen Anpassungsring mit Filtergewinde, ich halte das für wichtig.

"Aus der Hand" kann ich überhaupt nicht mehr stacken, aber selbst auf einem Stativ mit Schlitten und Vergrößerung am Monitor springt bei kleinsten Bewegungen das Objekt auf dem Monitor stark hin und her.

Zum Fokus-bracketing habe ich eine geteilte Meinung, einerseits möchte ich auch eine neue Kamera mit dieser Möglichkeit haben, andererseits, wenn ich in youtube Filme sehen, wie man bei aufgestellter Camera mal eben 100 und mehr Aufnahmen "machen lässt", so befriedigen mich meine mühevollen manuellen Ergebnisse mehr, wenn sie auch in keiner Zeitung erscheinen werden.

Ist möglicherweise auch eine Generationenfrage :-)

Gerhard

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Gerhard,

das ist eine ordentliche Vergrößerung!

Was Du hinsichtlich des geringen Arbeitsabstands zum Motiv schreibst (4mm), ist ein generelles Problem der Arbeitsweise mit Objektiven in Retrostellung. Hier liegt eine Grenze dieser Technik, deren man sich bewusst sein sollte. Da fehlt einfach die Luft beispielsweise zu einer günstigen Lichtführung.

Wiedergabe-Genauigkeit bei Details (Struktur-Feinheit)

Ich kann verstehen, dass Dir die Struktur im Foto "nicht klar genug" ist. Ich empfinde gleich.
Dies liegt in erster Linie an der von Dir eingesetzten Blende 14.0. Bei einem solch großen Abbildungsmaßstab befindest Du Dich mit Blende 14.0 bereits weit in der Beugung. Bei solchen Vergrößerungen solltest Du unbedingt auf ca. 5.6 herunter gehen, dann natürlich entsprechend mehr Stacks machen. Das sind aber nicht gleich 100 und mehr, die hier nötig sind :-). Es wird sich so schätzungsweise im Bereich von 10 bis 15 (20) Stück bewegen, die lassen sich noch gut beherrschen. Dann erhältst Du eine super knackige Schärfe mit toller Strukturwiedergabe – auch bei diesem Abbildungsmaßstab!

Focus Stacking – weniger ist mehr!

Ich kann Deine Einstellung bezüglich Deiner Empfindungen beim Anschauen der zahlreichen youtube-Filme oder auch sonstigen Hinweise im Netz bezüglich des Einsatzes von Focus Stacking verstehen. Aber keine Angst: Hier wird in hohem Maße eine "Materialschlacht" betrieben, frei nach dem Motto schneller, weiter höher oder Wer hat den Größten? Hierin liegt nur sehr selten der wahre Reiz der Fokus Stacking-Technik. Denn bei einem solchen Vorgehen bleibt in der Regel ein hoher Teil der Fotografen-Kreativität auf der Strecke. Auch beim Focus Stacking gilt meist weniger ist mehr.

Übrigens: Dein Sensor ist recht verschmutzt. Aber das wirst Du sicherlich selbst wissen... :-).

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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