Herbstlaub - Zierahorn

Der Herbst hat uns ja reich verwöhnt mit schönen, farbenfrohen Motiven, es schien fast so, als wären die Bäume noch einmal erblüht. Ein besonderer Blickfang ist für mich der japanischen Zierahorn, der Buschhöhe erreicht, selten jedoch zu einem kleinen Baum heranwächst. Hier im Kurpark gibt es ein sehr altes, besonders farbenprächtiges Exemplar, welches neben den bekannten Rot- und Orangetönen auch einen schönen Verlauf von Grün nach Rotorange bietet. Aufgenommen mit einem Minolta Spiegeltele Objektiv.

Kommentare

Profile picture for user Mainecoon
Makronist

Hallo Adrian,

du hast das 500mm hierbei benutzt??? Oder war es das 250mm? Darf ich frage, wie viele alte Linsen du hast?

Ich kämpfe noch mit einem 100mm Makro Rokkor an meiner A 7s. Alle Bilder sind durch die Bank weg deutlich verwackelt, und ich weiß nicht, warum. Allerdings fällt mir gerade auf, dass sie so verwackelt waren, wie bei dir die linke Bildhälfte. Woher kommen diese "Schattenränder" zum Beispiel um den Zweig herum? Denn das rechte Blatt ist ja scharf. Hast du eine Erklärung dafür?

Viele Grüße

Mainecoon

Profile picture for user Adrian Scheel

Hallo,  ja es war das 250er, das 500er ist im Handling nicht so brauchbar und auch zu lichtschwach. Die Schärfe ist beim 250er auch deutlich knackiger. Ja Linsen haben sich schon ein paar hier angesammelt ;-)

Das 100er Makro Rokkor habe ich auch, bin jedoch nicht vollkommen überzeugt. Es lebt von der Schärfe, aber Bokeh und Streulichtanfälligkeit, Farbwiedergabe habe ich bei anderen linsen schon besser erlebt.

Die Schattenränder sind Doppelkonturen die bei den Spiegelteles gerne einmal produziert werden. Es hat hier nichts mit Verwackelung zu tun. Die Zweite Version der A7 Kameras hat ja noch einen eingebauten Bildstabi auf den ich heute besonders bei 250mm ungern verzichten mag :-)

Wünsche Dir einen klasse Tag!

Gruss

Adrian

Profile picture for user Mainecoon
Makronist

Vielen Dank und herzlichen Glückwunsch, Adrian!

Dieses Foto lebt nicht nur von seinen Farben und der Eigenart der Linse, sondern vor allem auch von einem sehr klug ausgewählten und in Szene gesetzten Hintergrund. Welch hohe Kunst das ist, hast du hier mit Bravour bewiesen! Ansonsten sind Gabis Worte nichts hinzuzufügen :-)

Mainecoon

Profile picture for user Roland
ADMIN

Hallo Adrian,

tja, ein irre gutes Beispiel für die Abbildungscharakterstik des 250mm Spiegeltele von Minolta.

Das ist Vintage-Fotokunst vom Feinsten. Mehr sag´ ich dazu nicht. Man muss es auf sich wirken lassen – wortlos!

Nur noch soviel: GRATULATION!

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Profile picture for user Adrian Scheel

Freu mich tierisch, dass das Bild so gut ankam. Vielen herzlichen Dank auch für die sehr wohlwollenden Worten, liebe Gabi!

Der Herbst hatte bei diesem Bild den Hauptanteil am Gelingen, Das Bokeh dieser Linse kommt noch dazu, es kann tolle Effekte zaubern. Ich hoffe man kann bei einer "nur" 39 Jahre alten Linse schon von Vintage sprechen ;-)

Einen tollen Tag wünsche ich Dir

Gruss

Adrian

Profile picture for user Erich Müller

Hallo Adrian,

Wow...was für eine Farbexposion, faszinierend, die verschiedenen Rot- Orangtöne,  das dezente Grün, die weißgrauen Wolken dazwischen, und dann dieser geisterhafte Schatten an den Ästen, die das Spiegeltele zaubert, genial, gefällt mir.

Eine wahsinns Aufnahme, die es verdient in die Top Galerie geschaft hat, Graulation!

Liebe Grüße

Erich
 

 

Profile picture for user Sigi Weyrauch

Hallo Adrian,

diesen begeisterten Glückwünschen zu deinem Top Foto kann ich mich nur anschließen, diese Farbharmonie haut einem wirklich um. Dennoch würde mich mal interessieren was das für ein Objektiv ist, da ist die Rede von 250 Minolta Spiegeltele, hat das den M42 Anschluss, und wie wird das genau bezeichnet?

Viele Grüße Sigi

Profile picture for user Mainecoon
Makronist

Hallo Sigi,

bevor du jetzt wieder in der Bucht oder am großen Fluss zu Suchen anfängst: die Spiegeltele sind ganz besondere Linsen, die neben der feststehenden Brennweite auch eine feste Blende haben. Sie sind nicht jedermanns Sache, da etwas schwierig zu handhaben. Ich hatte selber das 500er und habe es wieder verkauft. Und sie sind nicht mal eben für 50 Euro zu haben, eher setzt man da noch eine Null dran.

Herzliche Grüße

Mainecoon

Profile picture for user Sigi Weyrauch

Hallo Mainecoon,

schönen Dank, du hast ja recht zur Zeit wächst mein Bestand an Altgläsern stetig an, nur hab ich mir pro Glas erst mal ein Limit von 50€ gesetzt. Das einzige wo ich noch anstrebe für später wäre das Trioplan o.ä. aber das muss nicht sofort sein. Es ist nur extrem spannend was mit den verschiedenen Gläsern für unterschiedliche Ergebnisse kommen. In dem Zusammenhang noch eine Frage:

Auf manchen Altgläsern kannst du "M oder A" einstellen, stimmt das wenn du auf A stellst dann geht nur die Offenblende?

 

Viele Grüße Sigi

Profile picture for user Adrian Scheel

Hallo Sigi, ich muss Mainecoon beipflichten, Spiegelteles sind sehr spezielle "Altgläser".

Ein 500mm von Tokina, Tamron etc. sind zwar halbwegs bezahlbar (50-80 Euro), aber durchaus schwer zu bedienen und können nur in ganz bestimmten Situationen brauchbare Resultate abliefern, in den allermeisten Fällen kann das Bokeh gruselig aussehen.

Ich habe mein 500er Minolta deshalb auch wieder verkauft! Das 250 ist da zwar pflegeleichter, aber das haben auch schon Andere festgestellt und deshalb ist es selten "nur" 3-stellig zu bekommen, eher 4-stellig. Ich konnte es vor Jahren noch deutlich preiswerter erwerben. Altglas ist zwar nicht die schlechteste Investition jedoch muss jeder für sich entscheiden, was ihm/ihr diese Bokehmalerei wert ist. Wir wollen uns hier ja keine Materialschlacht liefern, sondern mit den alten Schätzchen die wir besitzen, erst einmal das Malen richtig lernen.

Ich habe das Gefühl dass ich noch nicht einmal mein Meyer Oreston/Pentacon 50mm richtig ausreizen konnte :-)

Profile picture for user Sigi Weyrauch

Hallo Adrian,

für mich als jemand der ja ganz unbedarf an die Geschichte der Altgläser rangeht ist natürlich jedes einzelne erst mal schon aus Neugierde interessant. Deswegen verfolge ich jeden Beitrag hier im Treff und immer sind die Unterschiede bemerkenswert. Ich denke mal die Hobbyfotografen wo schon mit den analogen Kameras unterwegs waren können da ja sehr gut beurteilen was ein Altglas hergibt, nur für so Anfänger wie mich ist das halt Neuland, und dass man damit malen kann ist ja der absolute Höhenflug im kreativen Sinn. Vom Material her hab ich mir inzwischen 14 Gläser vorwiegend im Trödelmarkt besorgt und da wunderts mich schon was hier alles noch rumliegt.

Gruß Sigi

Profile picture for user Adrian Scheel

Hallo Sigi, der Kommentar muss mir wohl durchgerutscht sein, Asche auf mein Haupt!

Ja, es bleibt spannend mit den Dinger zu forschen. Früher beim Analog Knipsen hat man auf solche Sachen wie Bokeh und Bubbles überhaupt nicht geachtet, man ist auf das Hauptmotiv losgegangen, was jedoch die unscharfen Elemente im Bild zeigen war relativ wurscht, mal salopp formuliert. Mit Anfang der digitalen Knipserei hat uns das auch noch nicht so recht interessiert (um 1999 hatte ich mir eine Olympus Camedia zugelegt). Nun aber mit der Verbindung "Moderne und Antike" wird es endlich spannend. Alte analoge Linsen an modernen digitalen Kameras und ab geht die wilde Fahrt. Das Schönste ist das Experimentieren und Herumspielen. Wenn man dann was Brauchbares "erbeutet", ist die Freude und Befriedigung um ein Vielfaches grösser, als bei Bildern die vorwiegend mit der Automatik einer modernen Kamera erzielt wurden. Ein Maler stellt ja auch keine leere Leinwand in die Landschaft, lässt das Bild sich selber malen und freut sich dann wie ein Schneekönig ;-)

Ich denke bei den 14 Linsen wird es bei Dir nicht bleiben, während ich das hier schreibe sind es doch schon wieder 1-2 mehr geworden, stimmt? ;-)

Wünsche Dir ein paar schöne Feiertage und Zeit zum kreativen Fotografieren

Grüsse

Adrian

 

 

 

Profile picture for user Sigi Weyrauch

Hmm Adrian,

genau damit hab ich ein Problem, diese von dir erwähnten Kameras sind bestimmt zurecht dafür geeignet, nur kann ich mit solchen kompakten,, und handlich gebauten Kameras nix anfangen, für mich sind die wegen der  zu kleinen Bedienknöpfen ect. völlig ungeeignet, ich hab die mal bei einem Bekannten ausgeliehen, aber konnte die einfach nicht händeln. Ergo suche ich ersatzweise nach möglichst großen Kameras mit großem Korpus und Bedienteilen well ich mit der fein motorik an den Fingern Probleme habe.

Deswegen bin ich auf die Canon 5d gekommen, und hab zwar keine Ahnung ob die dafür geeignet ist, aber mit der 6d gehts ja auch recht gut, finde ich. Oder hast du da noch eine andere Idee, z.B. die 5d könnte ich schon zwischen 200 bis 400 bekommen in der Classik Ausführung, die hat zwar nur 12 Megapixel und ist auch offenbar mit wenig Schnickschnak (Video usw) aber das interessiert auch nicht.

Danke für deine Antwort, bin grad etwas ratlos

Gruß Sigi

Profile picture for user Mainecoon
Makronist

Hallo Sigi,

zumindest bei Sony kann ich dir sagen, dass die sog. A-Mount-Reihe dir liegen müsste, weil sie die gleichen großen Boliden beinhaltet wie deine Canon. Du kannst z.B. eine A 58 (Anfängerkamera), eine A 68, eine A 77 oder gar eine A 77II nehmen und hast damit sowohl eine gute Griffigkeit als auch hochwertige Kameras (vor allem die beiden 77er). Zudem sind die Preise für die A-Mount-Reihe im Keller, da alle Sony-Welt auf die E-Mount-Reihe geht, die in der Tat kleiner und kompakter sind und für dickere Finger eine Qual sein können.

Herzliche Grüße

Mainecoon

Profile picture for user Adrian Scheel

Bei der Sony E-Mount, also der 7er Serie empfinde ich die Knöpfe nicht zu klein, aber der Gesamtkorpus ist halt wegen fehlendem Spiegel kleiner, bitte nicht mit den APS-C Nex Kameras oder den 6000er 6500er verwechseln, die sind sehr klein.

Canon hat ja aktuell die "R" rausgebracht, deren erste Vollformat Systemkamera. Korpus erscheint mir ähnlich gross wie bei den 5D. Der Vorteil von DSLM sind halt wichtige Features die halt DSLR wegen dem Spigel nicht bieten kann wie zB 10x Vergrösserungslupe, Fokus Peaking direkt im Sucher, super Adaptierbarkeit aller historischen Optiken, ohne bildverschlechternde Ausgleichslinse im Adapter, Stichwort "Unendlich Einstellbarkeit". Alle Einstellung zu Belichtung etc, Blendeneinstellung/Tiefenschärfenwirkung sieht man direkt im Sucher (wie Live View, aber während dem Fotografieren). Einige Systeme haben ausserdem super Bildstabis in der Kamera. Ich denke in 4-5 Jahren kauft kein Mensch mehr eine DSLR, es wäre also an der Zeit sich an eine geeignete DSLM zu gewöhnen ;-)

Neuen Kommentar schreiben

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich angezeigt. Deine Emailadresse ist nötig, um Dich über neue Antworten zu informieren.
CAPTCHA
dieser Test dient dazu den Spam zu verhindern. Wir bitten um Verständnis!