Baumweißling auf Pusteblume

an der Elbe bei Rühstädt gibt es dieses Jahr wieder sehr viele Baumweißlinge, dieser ist von Gestern früh

Kommentare

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MOD

Da ist dir ein Kunstwerk gelungen. Aus dem sehr schön vernebelten Untergrund wächst eine Pusteblume, der Ruheplatz eines Baumweißlings. Hier zeigst du uns ein Schmetterlingsbild vom Feinsten. Wirklich klasse!

Liebe Grüße

Gabi

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ADMIN

Unterkühlte Insekten...

Hallo Sven,

die Bildaussage dieses Fotos ist zwar etwas spärlich (unterkühlter Baumweißling sitzt auf Pflanze und wartet sehnsüchtig auf die ersten wärmenden Sonnenstrahlen), technisch jedoch ist dieses Bild perfekt umgesetzt. Die Ausrichtung der Schärfeebene sitzt zu 100%, die übrigen hervorragend gelösten Punkte wurden oben bereits angesprochen. Aufgrund dieser sehr guten Umsetzung sage ich

GRATULATION zu diesem Top-Foto!

Meine Anmerkung hinsichtlich der Bildaussage zielt darauf ab, dass es unzählbar viele (Natur-)Fotografen insbesondere im Netz gibt, die der Auffassung sind, ausschließlich unterkühlte Insekten würden sich zur Insektenfotografie eignen. Das Ergebnis: unüberschaubar viele Fotos von genauso unüberschaubar vielen Insektenarten bei der gleichen Tätigkeit (ich verweise auf die oben kursiv stehende Bildbeschreibung), bei annähernd gleichem Licht (das typische, neutrale Morgenlicht kurz vor oder auch mal kurz nach Sonnenaufgang). Somit ist die Bildaussage immer die gleiche: Unterkühlte Insekten sitzen auf einer Pflanze und warten sehnsüchtig...

Das ändert aber, wie gesagt, nichts daran, dass Du hier eine klasse Aufnahme zeigst.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

Nachträglicher Anhang zu meinen oben stehenden Zeilen siehe weiter unten.

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ADMIN

Anhang zu meinen oben stehenden Zeilen:

Aufgrund einer betroffenen Mail-Reaktion einer Userin über meine oben stehenden Zeilen zur Bildaussage füge ich folgende erklärenden Worte hinzu:

Ich habe meine Sätze zum Thema „Bildaussage“ so formuliert, weil mir zunehmend mehr Makrofotografen begegnen, die verkünden, nur auf diese Weise (morgens im unterkühlten Zustand) könne man Insekten fotografieren, ansonsten hätte man keine Chance, sie vor die Kamera zu bekommen; sie würden zu schnell flüchten.

Dies ist Unsinn und zeugt nur davon, dass sich diese Fotografen nicht wirklich mit den Tieren, die sie fotografieren, beschäftigen. Sie studieren nicht ihr Verhalten, beobachten nicht, wann sie wo verweilen, gewöhnen sie nicht an sich, um sich ihnen vorsichtig nähern zu können. Das heißt, sie fotografieren nahezu vollständig an ihrer Biologie vorbei.

Stattdessen suchen sie die Tiere auf, wenn sie fluchtunfähig (weil unterkühlt) auf die Wärme der Sonne warten. In dieser Phase können sie nicht flüchten. Wenn man die Tiere beobachtet, wie sie (möglichst) regungslos auf die notwendige Wärme warten, kann einem aufmerksamen Beobachter nicht entgehen, dass sie bei dem Hantieren mit der Kamera vor ihnen gerne flüchten würden; schließlich befindet sich der Fotograf mit seinen für sie alarmierenden Bewegungen unterhalb ihrer üblichen Fluchtdistanz. Sie sind verängstigt, aber als wärmeabhängige Insekten fehlt ihnen eben diese notwendige Wärme, um flüchten zu können. Das ist augenscheinlich ein großer Stress für die Tiere.

Es ist wenig hilfreich, meiner Skepsis gegenüber dieser Art der Fotografie dadurch Ausdruck zu verleihen, dass ich – wie oben geschehen – ausschließlich von einer geringen und sich immer wiederholenden Bildaussage schreibe. Vielmehr werde ich zukünftig die Problematik genauer erläutern in der Form, wie ich es in diesem nachträglichen Anhang aufzeige.

Ich betone nochmals: Das Foto ist hervorragend umgesetzt, deshalb auch die Einreihung in die Top-Galerie. Mir geht es um die allgemeinen Hintergründe der Entstehung solcher oder ähnlicher Fotos und wie diese leider allzu häufig kommuniziert werden.

Lieber Gruß,

Roland 

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