Blühendes Moos

Zur Zeit blüht bei mir der Moos, der zwischen den Pflastersteinen wächst. Die Blüte ist nur ca. 3 mm im Durchmesser. Bisher ist mir dessen Blüte noch nie aufgefallen. Ich bin für dieses Bild auf ca. 5 cm an das Motiv mit dem Objektiv herangegangen, d.h. schon ein ordentliches Makro 🙂

Was in diesem Bild auffällt ist die extreme Bildfeldwölbung auf dem Pflasterstein.

 

Kamera: Fujifilm X-T20
Objektiv: #312 Optische Werke Göttingen G.m.b.H. Duotar 1:1,5/50 Projektinsobjektiv mittels SFT42,5 short adaptiert

Kommentare

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ADMIN

Hallo Bernhard,

das Duotar 1.5/50mm Projektionsobjektiv ist ein gar nicht so verbreitetes, interessantes Vintage-Objektiv. So viel ich weiß, bildet es nur am mFT-Sensor vollkommen vignettierungsfrei ab. Am APS-C-Sonsor kommt es zu einer leichten Vignette (die allerdings bei größerem Auszug fast verschwindet). Hast Du das Foto oben beschnitten?

Die starke Bildfeldkrümmung ist für solche Projektionsobjektive typisch. Gekonnt eingesetzt, bringen sie das "kreative Extra" ins Bild :-).

Typisch für dieses Objektiv ist auch die weiche, cremige Unschärfe, die im Bild gut herauskommt. Sie unterscheidet sich von der ebenfalls cremigen Unschärfe moderner Objektive gewaltig. Cremig ist halt nicht immer gleich cremig :-). Das macht den Reiz aus bei solchen Objektiven. Ein sehr interessantes Foto!

Übrigens: Es handelt sich nicht um ein Moos, sondern um das zur Zeit blühende Frühlings-Hungerblümchen (Draba verna) – wie Du schon beschreibst, eine super kleine, aber genauso fotogene Pflanze. Wenn es etwas wärmer wird, gehen kleine Wildbienen an ihnen naschen.

In diesem Sinne weiterhin "Gut Licht",

Roland

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Makronist

Hallo Roland,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich sehe schon, dass ich hier nicht nur etwas über Makros lerne sondern auch noch nebenbei Biounterricht bekomme :-)

Nun möchte ich auf Deine Anmerkungen oder Fragen eingehen.

Dieses Duotar habe ich, und nun halte Dich fest, mit 30! anderen ähnlichen (ich denke es sind deren 4-5 verschiedene Typen) für 10 EUR plus Porto ersteigert. Ich weiß ich bin vom GAS Syndrom befallen und ein wening verrückt :-)

Ich versuche meine verschiedenen Altgläser (u.a. Projektionsobjektive, Vergrößerungsobjektive, Objektive aus alten Klappkameras, ausgebaute Objektive aus Kompaktkameras) zuerst immer auf unendlich zu adaptieren. Dazu benutze ich auch einen 3D-Drucker. Demnächst geht auch noch eine Drehbank an den Start.

Bisher habe ich keinen passenden Adapter  für MFT, Samsung NX mini und diversen Pentax Q. Aber für den Makroeinsatz würde wohl auch ein M42 Adapter passen. Müsste ich mal ausprobieren. Wie gesagt, Makro hatte ich nie so auf dem Schirm. Aber nun wird das wohl häufiger der Fall sein, dank Deiner Seite hier :-)

Das Foto habe ich nicht beschnitten.

Da ich einen weiteren Spleen hege, nämlich, dass ich unterschiedliche Sensortypen für die Altglasfotografie verwende. Dabei fällt auf, dass das Verhalten eines Objektivs teilweise auch von der Kamera und dem Sensor abhängt. Bei dem einem Pfui beim andern plötzlich Hui. Das macht für mich den Reiz aus und macht dazu auch noch Spass.

Und noch etwas zum Schluss, ich verwende meistens nur Billigaltglas oder ganz schräge Dinge, u.a. bastle ich mir aus einelnen Linsen ein eigenes Objektiv oder verwende Objektive an denen Linsen fehlen :-D

So, nun weißt Du ein wenig, wen Du Dir hier auf Deiner Seite eingefangen hast :-)

 

LG Bernhard

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ADMIN

Hallo Bernhard,

da haben wir ja anscheinend einen ganz wilden Malpinsel "eingefangen" :-).

Ja, ich kann das alles bestätigen, was Du schreibst. An unterschiedlichen Sensortypen und vor allem -größen zeigen die Vintageobjektive sehr verschiedene Ergebnisse – was natürlich auch logisch ist.
Aber da kommt noch ein weiterer Aspekt hinzu: Scheinbar gleiche Vintage-Objektiven zeigen auch an gleichen Sensoren zum Teil große Unterschiede in ihrer Abbildung; sie versetzen mich immer wieder in großes Staunen – und genauso große Freude über die vielen damit verbundenen Überraschungen.

Lieber Gruß,

Roland

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